Freitag, 31. Dezember 2010

Das wars ...

Wieder ein Jahr neigt sich dem Ende. Es war ein Jahr mit hohen Höhen und tiefen Tiefen. Dinge und Ereignisse sind geschehen, die mich geprägt und verändert haben. Ich bin in meine erste eigene Wohnung gezogen, hab das Projekt "alleine wohnen" ganz gut gemeistert. Habe ganze 8 Monate mein Wissen an eine Firma verkauft und dafür mehr Wissen zurückbekommen. Habe mich durch kalten Schnee gewühlt und auf grünen Wiesen Luftschlösser gebaut. Habe gehofft und geträumt, aber die Hoffnung und auch die Träume wurden die letzten Wochen weggefegt. Ich habe neue Menschen kennengelernt, von denen mich viele enttäuscht haben, aber einige wenige hab ich in mein Herz geschlossen. Habe mich zum ersten Mal mit meinem besten Freund wegen etwas belanglosem gestritten, aber dies hat unsere Freundschaft nur noch fester und das Vertrauen nur noch tiefer gemacht. Ich war bei der Entstehung eines neuen kleinen Lebens dabei. Ich war eifersüchtig, hab gekämpft und verziehen. Ich habe bei Gisbert zu Knyphausen geträumt, bei Talking to Turtles und Garda geweint. Habe bei Hundreds mir die Augen gerieben, weil es so schön war. Habe bei Virginia Jetzt! den Glauben, dass es hätte doch etwas Großes werden können behalten und betrunken bei Madsen getanzt. Habe versucht zu akzeptieren und loszulassen, um den Weg weiter gehen zu können. Habe neue Ideen für den nächsten Sommer gesammelt. Habe meine Füsse in die Elbe gesteckt und den Kopf weit in den Himmel gereckt und dabei versucht jemand anderes zu sein.
Das ganze Jahr haben mich dabei drei Lieder ganz besonders begleitet:

Gisbert zu Knyphausen - Hurra Hurra, so nicht

Talking to Turtles - Monster´s Teeth

Alin Coen - Ich war hier
 

In diesem Sinne: Allen ein gelungenes neues Jahr, mit vielen kleinen und großen Ewigkeitsmomenten

Freitag, 22. Oktober 2010

"Denn das Leben ist nur ein Umweg zum Glück durch sämtliche Lügen"


Als wir noch klein waren, hat uns Mutti erklärt wenn man eine Wimper wegpustet oder eine Sternschnuppe sieht und sich dann was wünscht, diese Wünsche in Erfüllungen gehen. Ich hab als Kind fest daran geglaubt und mir wie verrückt ein tolles Fahrrad oder ein Puppenhaus herbeigewünscht. Leider (oder doch komischerweise) gingen die Wünsche nie in Erfüllung. Ich hab Mutti nie für den Aberglauben verflucht, ich hab es mir beibehalten. Ja ich bin eine „Wimpern-wegpust-Sternschnuppen“-Wünscherin. Auch heute noch. Man lernt jedoch mit der Zeit: ein Autowunsch geht genauso wenig in Erfüllung, wie der Wunsch nach der Holzhütte in Kanada. Meine Wünsche sind kleiner geworden und ein wenig realistischer. Ich weiß nicht, warum ich diesen Aberglauben immer noch habe. Macht es mein Leben besser, wenn man an so etwas glaubt? Macht es mein Leben einfacher? Macht es mein Leben schöner? Dreimal ein einfaches JA! Um aber hier jetzt mit Missverständnissen aufzuräumen: ich reiß mir keine Wimpern aus und ich lieg im Sommer auch nicht Stundenlang unter freiem Himmel, nur damit irgendwas in Erfüllung geht. Das darf man nämlich nicht. Es ist das Zufällige, was diesem Aberglauben anhaftet. Ich bin eine Träumerin, schmunzelt nur über mich.
Just gestern ging aber ein klitzekleiner Wunsch in Erfüllung. Okay es war kein richtiger Wunsch, aber eine Wimper hab ich trotzdem dafür weggepustet. Vielleicht war es auch keine Wunscherfüllung. Vielleicht hat da der Aberglauben zugeschlagen. Vielleicht habe ich mich aber einfach auch nur verändert. Bin den Weg weiter gegangen. So wie es gestern aber war, so hab ich es mir die Monate davor vorgestellt und so hoffe ich wird es auch in Zukunft bleiben. Vielleicht stimmte auch das ganze drum herum und deswegen war ich so locker und unbeschwert. 
Zu dem gestrigen Abend ist jedoch auch einfach zu sagen: Schade. Schade das sich die Jungs von Virginia Jetzt! trennen werden. Schade das ich sie zum ersten und auch letzten Mal gesehen habe. Es war einfach phenomenal und wunderschön. (Auch wenn ich etwas auszusetzen habe: die Akustik war mehr als bescheiden) Ich würde jetzt sagen: immer wieder gern und nochmal, aber ist ja leider nicht. Etwas nehme ich als Träumerin aber mit: Virginia Jetzt! machen einfach tolle Texte und Musik. Texte in die ich mich wieder viel zu gern reinfühle, die mich über tiefe Löcher hinweg tragen. Die mir Wärme und Geborgenheit geben ...

Dienstag, 7. September 2010

Es kam, sah und siegte ...

[Foto © Stephan Böhlig]
Das allererste Sound-of-Bronkow ist vorbei. Ich bin noch nicht wieder richtig im Leben angekommen, so unbeschreiblich schön war es. Ich hab es jetzt erstmal alles verdauen und rekapitulieren müssen und festgestellt das es sich mit keinem Adjektiv auf diesem Planeten beschreiben lassen könnte. Wer nicht dabei war hat definitiv etwas verpasst.
In einer kleinen familiären Atmosphäre haben sich 18 Künstler das Mikro und die Gitarre in die Hand gedrückt und knapp über 200 Leute zum staunen, weinen, lachen und verzückt sein gebracht. Veranstaltet wurde das ganze von dem netten Kumpel&Friends-Label aus Dresden, daher kannte ich also auch schon ein paar Künstler und ging nicht ganz unvorbereitet da hin. Trotzdem hat es auch mein Herz zum stolpern gebracht, weil ich endlich meine ganzen Lieblingskünstler auf der Bühne sehen konnte und das immerhin alles an 2 Tagen, ohne mich in Unkosten zu stürzen und eine lange Autofahrt auf mich nehmen zu müssen.

Mein Start des Sound of Bronkow begann mit meiner großen Liebe namens Garda, die ich hier schon einmal erwähnt hatte. Garda machen wunderschöne melancholische knarzige Gitarrenmusik, die durch die Stimme von Kai Lehmann etwas ganz besonderes ist. Trotzdem war ihr Auftritt alles andere als melancholisch, sondern eher fröhlich angehaucht und rockiger als man erwarten könnte. Kai meinte während des Auftrittes noch scherzhaft, dass sie uns nicht gleich am ersten Tag zum weinen bringen wollten und haben deshalb ihre Lieder etwas weniger traurig gespielt und dafür ordentlich den Saal gerockt. Immer wieder schön anzusehen ist es wenn alle Gardisten in ihrem Element sind. Leider sind sie recht wenig das letzte Jahr auf Tour gewesen und noch weniger in Dresden. Hoffentlich ändert sich das nach diesem fulminanten Auftritt wieder.
Als nächstes war David Dondero an der Reihe. Sozusagen eine Ein-Mann-Band und auch etwas ganz besonderes für die Ohren. Die eher lustigen Texte haben etwas unlustiges bekommen, als man angefangen hat nicht nur auf die Melodie zu hören sondern auch verstärkt auf den Text. Gekonnt amüsant hat er trotzdem seine Witzchen gerissen, als die ersten wieder gegangen sind oder als das Publikum sich zwischen einem Cover von Paul Simon und Bob Dylan entscheiden musste, weil ihm dann partout kein Lied einfallen wollte.
Nils Koppruch verzauberte dann wieder mit deutschsprachiger, in den höchsten Tönen zu lobende lyrischer Musik. Für mich war er einer der wenigen Unbekannten auf dem Festival, aber in Erinnerung wird er mir trotzdem bleiben.
Somit war der Freitag an sich schon vorbei und ich konnte mich sehr auf den nächsten Tag freuen, zumal da ein musikalisches Feuerwerk nach dem anderen gezündet werden sollte. Ich war so aufgeregt, dass ich die Nacht kaum geschlafen habe und demzufolge Samstag dann auch Andi Mayrock verpennt hatte. Allein das letzte Lied durfte ich geniessen und kann deswegen gar nix zu ihm schreiben (Ja es ärgert mich ungemein, da alle sehr von ihm geschwärmt hatten)
Als nächstes betrat ein junger Herr die Bühne. Etwas leicht verpeilt setzte er sich auf den Stuhl, nahm die Gitarre in die Hand und hauchte ins Mikro: „ich bin Ich, Alexander und wohn auf der Torgauer Straße 10. Und ich brauch für meine Wohnung eine neue Couch. Da drüben am Stand gibt’s die CD von mir. Wäre lieb wenn ihr eine kauft und mich dann dabei unterstützt das ich mir die Couch leisten kann. Es ist auch wirklich keine große oder teure ...“ Gekicher aus den letzten Reihen und fröhliches Grinsen auf den vorderen. Nach dem ersten Lied wussten wir das der Junge auf dem Festival genau richtig ist. Seine Lieder haben so alles sagende Titel wie: „Unterhosen und Coladosen“, „VierDreiVier“, „Ab und zu, nehm ich ab und zu“ oder „Das Battle mit der Kaltrowelle“. Von den Titeln sollte man sich allerdings nicht fehlleiten lassen, dass er ein Spasspoet mit Brille ist. Ganz im Gegenteil hat jedes seiner Lieder einen so ungemeinen Tiefgang wie man es selten von Menschen in diesem Alter gewöhnt ist (immerhin ist er erst 19). Seinen Werdegang werde ich definitiv mit Argusaugen weiter beobachten.
Nach einer kurzen Umbaupause betraten eine mir wieder bekannte Band die Bühne: The Green Apple Sea. Diesmal alleine nur mit Gitarre und einem Sack voller schöner Musik von ihrem neuen Album Northern Sky/Southern Sky. Als Stefan Prange dann die ersten Töne spielte und von seinen zwei Bandmitgliedern gesanglich unterstützt wurde, erschien dann auch endlich mal die Sonne. Ob es wohl an der Musik lag? Und da der Auftritt so schön war, freu ich mich gleich noch mehr auf ihr Konzert am 15.10.
Nachdem The Green Apple Sea die Bühne geräumt hatten und wir uns noch die letzten funkelnden Sterne einer Traumwelt aus den Augen wischten wurde es langsam etwas kompliziert alle Künstler zu sehen. Einige Auftritte überschneideten sich und man musste sich Wohl oder Übel entscheiden. Ich musste lediglich zwischen The Marble Man und Protestant Work Ethic eine Münze werfen. Da ich aber den Marble Man kannte und die Protestant Work Ethic nicht, fiel es mir nicht ganz so schwer. Also ab wieder zur kleinen Bühne. Die hatten soviel Equipment dabei, dass gar nicht alles da hin passte. Unter anderem wurden unsere Ohren mit Gitarre, Ukulele, Banjo, Akkordeon und Glockenspiel (und natürlich auch mit Gesang) verwöhnt. Schade war es nur für sie, dass draussen eben der Marble Man sang und kurz nach denen auch schon Moritz Krämer an der Reihe war. Ja auch ich hab unhöflicher Weise ihr Konzert eher verlassen weil mir klar war das es bei Moritz Krämer eng wurde und ich sollte Recht behalten.
Schon von aussen sah die Bude krachend voll aus, was aber bei Moritz nix neues ist. Also irgendwie noch mit da reingequetscht und zugehört. Mit seiner unheimlich schönen warmen Stimme, die sich hier und da zwar mal überschlägt aber immer jeden Ton richtig trifft. Mit seinem eigenwilligen Blick auf die Welt und seinem, bei wirklich jedem Lied, zur Seite liegenden Kopf wird es einem sofort warm ums Herz und man möchte ewig dort sitzen bleiben und ihn angucken und zuhören.
Dann stieg meine Aufregung. Sie stieg 90° nach oben. Endlich sollte es soweit sein. Das Stelldichein, auf das ich mich schon seit Monaten gefreut habe: Talking To Turtles. Ungerechter Weise auch auf der kleinen Bühne platziert … Zu den Beiden kann ich nur eins sagen: ich liebe sie und werden sie immer lieben! Ein neues Lied haben sie präsentiert, dass mich gespannt auf das neue Album warten lässt. Ach war das schön. Irgendwie fehlen mir da immer noch die Worte. Als Zugabe haben sie wie erwartet Monster´s Teeth gesungen. Ein Lied zu dem ich persönlich so eine starke Bindung habe, dass es mich erstmal in die Knie gezwungen hat und zum ersten Mal musste ich mir auch eine Träne aus den Augen wischen.
Danach folgten noch Sit-Ins bei The Black Atlantic und Thos Henley, bevor der Meister und der Mann auf den alle gewartet hatten uns die Ehre gab: Gisbert zu Knyphausen. Ungewohnt redselig und völlig entspannt trat er auf die Bühne und hat sofort jeden mitgerissen. Er war so gut drauf, dass ihm beim zweiten Lied schon die erste Saite gerissen ist und das hat ihn etwas aus dem Gleichgewicht gebracht. Aber mit seiner so bezaubernd schüchternen Art und seinem nicht mehr schüchtern sein, wenn er anfängt zu singen hat er uns allen ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Und ich denke nicht nur die Frauen haben ihn angehimmelt. Und es wäre nicht Gisbert, wenn er nicht eine Überraschung im Ärmel hätte. Prompt animierte er alle dazu auf dem Sound-of-Bronkow-Beutel zu unterschreiben und überreichte das ganze dann den Veranstaltern als kleines Andenken.
Aber mit Gisbert war das Festival noch nicht beendet. Zu später Stunde, nämlich 2 Uhr morgens luden The Gentle Lurch zum Abschlusskonzert ins Thalia ein. Auch da fehlen mir wiederrum die Worte. Die ersten die mir eine Gänsehaut, mit ihren kauzigen und knarzigen Melodien die genau ins Gefühlszentrum treffen, verabreicht haben. Untermalt von der sinnlich weiblichen Stimme von Neli und der männlich tiefen Stimme von Lars. Liebe auf den ersten Ton! Anders kann man es nicht beschreiben.
Und mit diesem unbeschreiblichen beflügelten Gefühl bin ich nach Hause und wollte nie wieder aufwachen, weil ich alles für einen Traum hielt. Nächstes Jahr unbedingt wieder und egal wo ich sein werde, ich werde die 3 Tage hier sein, weil ich hier hingehöre!
Ein paar Fotos gibt es hier, aber leider nicht von allen Künstlern. Man bekommt aber einen recht guten Eindruck des ganzen ...

Montag, 30. August 2010

Manchmal ...


Manchmal sollte man einsehen, dass Spaziergänge auch allein schön sein können, weil man sonst all die kleinen wertvollen Momente verpasst ...
Manchmal ist es nicht schlimm, wenn es den ganzen Tag regnet, weil man dann endlich mal zum lesen von Büchern kommt und es draussen dann so gut riecht ...
Manchmal sollte man akzeptieren, dass Freunde in Beziehungen nicht immer Zeit für einen haben, aber zum richtigen Zeitpunkt wieder für einen da sind ...
Manchmal sollte man über seinen Schatten springen und etwas Unangenehmes ansprechen, auch wenn es die andere Seite enttäuscht und man einen Streit vom Zaun bricht ...
Manchmal sollte man Entscheidungen treffen, die das Leben verändern, aber sie stellen sich früher oder später als gut und richtig heraus ...
Manchmal sollte man akzeptieren, dass der Mensch in den man sich verliebt hatte sich in jemand Anderen verliebt und man sollte sich für den Menschen freuen können ...
Manchmal sollte man nicht traurig sein, dass die eine Bettseite leer ist, weil man weiß das irgendwann jemand genau da wieder liegen wird ...
Manchmal sollte man nicht frustriert sein, dass der einzige Kontakt nur noch über ICQ stattfindet, es aber immer noch besser ist als wenn man gar nicht mehr miteinander redet ...
Manchmal muss man einsehen, dass Dinge zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt geschehen und man nur Geduld haben muss ...
Manchmal muss man nicht verstehen, warum Menschen Dinge tun und sagen und dann doch was ganz anderes machen ...
Weil "am Ende steht immer die Null und was wir dafür halten"!

Samstag, 14. August 2010

12 neue Freunden


Wenn man keine Lust zum lernen hat oder keine Freunde da sind mit denen man was unternehmen kann (ein Teil ist im Urlaub, ein Teil kümmert sich um den Nachwuchs, ein Teil redet aus unerklärlichen Gründen nicht mehr mit einem und der Rest ... der ist irgendwo unterwegs oder muss selbst lernen). Tja was macht man da? Ich persönlich hab mir 12 neue Freunde gebacken. 12 neue leckere Freunde, die den heutigen Tag wohl kaum überstehen werden ...
Tja und wisst ihr was? Da keiner da ist, werd ich alle 12 alleine verputzen. Jetzt seid gefälligst alle neidisch und traurig! ;)

Montag, 26. Juli 2010

"... ich will lachen an den richtigen Stellen und drauf scheißen, wenn das hier jemand nicht mag"


Ich freu mich! Ich freu mich, wie ein kleines Kind im Süßigkeitenladen welches gerade von der Mutti den größten Loli im ganzen Geschäft gekauft bekommt. Die Augen fangen jeden Tag, den dieses grandiose Spektakel näher rückt, mehr zu leuchten an. 3 Tage im September werden meine glücklichen Tage werden. Ohne Sorgen, mit verdrängten Gedanken. Nur allein die Musik hören und fühlen. Mich im Takt der Melodie wiegen, mich geborgen fühlen. Jede Zeile mitsingen, leise im Kopf oder laut. Mit glänzenden Augen unter anderem vor Talking to Turtles, Garda, Gisbert zu Knyphausen, The Marble Man und The Gentle Lurch sitzen. Ich glaube danach kann ich getrost und in Ruhe sterben ... Es wird groß, es wird grandios und es wird unvergesslich ...

Freitag, 16. Juli 2010


Manche Begegnungen sind wie Schneeflocken,
sie berühren Dich sanft,
verursachen eine Gänsehaut
und verschwinden wieder.

Manche Begegnungen sind wie Regentropfen,

sie küssen Deine Stirn,
berühren Dein Herz
und nehmen Deine Tränen mit.

Manche Begegnungen sind wie der Wind,

sie streicheln Deine Haut,
bringen ein Lächeln auf Dein Gesicht
und Du fühlst Dich wohl bei ihnen.

Manche Begegnungen sind wie Sonnenstrahlen,

sie umarmen Dich liebevoll,
öffnen Dir Arme und Herz
und schenken Deiner Seele Geborgenheit.

Manche Begegnungen sind wie Sterne,

sie verzaubern Dich,
bringen Deine Augen zum Strahlen
und bleiben Dir ewig in Erinnerung.

Und dann gibt es diese eine Begegnung,

die Dich sprachlos macht ... 
[Autor unbekannt]

Dienstag, 6. Juli 2010

Danke Virginia Jetzt!

 

Eine der besten deutschsprachigen Indie-Bands geht getrennte Wege.
Danke Virginia Jetzt! für die tolle Zeit. Danke für die vielen Ohrwürmer. Danke für die vielen Lieder die genau ins Herz treffen. Ich werde auch in ein paar Jahren eure Lieder immer noch lautstark mitsingen.
Vielleicht (und hoffentlich) ist es nicht ein Ende für immer. Es wäre verdammt schade ...

Und jetzt noch etwas in eigener Sache: wenn da Draussen irgendjemand ist, der mir eine riesen Freude machen will; am 21.10. geben sie ihr Abschiedskonzert in Dresden. Ich würde mich so sehr über Eintrittskarten freuen.

Nachtrag: Für alle die es nicht interessiert, hat sich dann doch jemand gefunden den ich begleiten kann. Oder sie mich ... mal sehen, auf jeden Fall freu ich mich drauf!

Mittwoch, 19. Mai 2010


Ich warte immer noch auf den persönlichen großen Knall. Seit Monaten. Aber nix bewegt sich. Ganz im Gegenteil: mein Leben wabert und blubbert wie jeher vor sich hin, ohne großes Vorwärtskommen. Eher mit kleinen Rückschritten, die kommen und gehen
Aber auf was warte ich eigentlich? Je näher ich zum Ende des Studiums komme, desto unentschlossener werde ich. Was kommt danach? Bis jetzt ist da immer noch ein schwarzes Loch. Sollte ich mich nicht aber langsam mal entschieden haben was ich überhaupt "danach" machen möchte? Gleich auf Jobsuche, oder doch erstmal rumreisen und ausspannen? Zudem bin ich mir immer noch unschlüssig wo ich überhaupt arbeiten möchte. Ausland oder Deutschland. Dresden oder eine größere Stadt. Ingenieurbüro oder öffentlicher Dienst? Momentan mach ich mein Praktikum in einem Ingenieurbüro. Arbeite an einem Projekt mit. Ohne Frage macht das Spass und ich mach es gern, weil es interessant ist. Zumindest ist es so lange interessant und macht Spass, wie ich Aufgaben bekomme. Das Dumme an einem Praktikum ist aber, dass ich nach wie vor nicht alles machen kann. Die Firma wäre ja schön blöd einem Praktikanten die Verantwortung für ein Projekt zu übergeben. Nicht das ich an mir zweifeln würde, weil ich es nicht könnte. Aber in den 1,5 Monaten die ich jetzt schon in der Firma arbeite seh ich einfach wieviel Praxisbezüge mir fehlen. In der Theorie alles schön und gut (passt auch alles über den Daumen gepeilt) aber in der Praxis sieht es einfach immer anders aus. (Ja ich erheb den Finger Richtung Uni, aber die können ja auch nicht anders) Irgendwie hab ich aber davor Angst, vor dem jeder Berufseinsteiger Angst hat: man wird als Praktikant eingestellt. Ehrlich gesagt hab ich nämlich weniger Lust mich die ersten 5 Jahre von unbezahltem Praktikum zu unbezahltem Praktikum zu hangeln. Was bleibt aber dann einem anderes übrig?
Auf einer Dienstreise hab ich mich etwas tiefgründiger mit meinem Betreuer unterhalten und er versteht meine Situation und warf genau das in den leeren Raum, worüber ich selber nachgedacht hatte: wie wäre es denn mit einem Zweitstudium? Journalismus meinte er (wie auch immer er darauf gekommen ist) und damit hat er eine Tretmiene gezündet. Mein jetziges Studium ist eigentlich nämlich gar nicht mein Wunschstudium. Ich wollte ursprünglich was ganz Anderes machen. Tja nur ist das Dumme bei einem Zweitstudium, die Vorraussetzung. Mit meinem jetzigen Abschluss könnte ich nie und nimmer das studieren was ich ursprünglich wollte, weil das zwei grundverschiedene Fachgebiete sind. Zumindest bilde ich mir das ein (ja ich werde weiter eisern recherchieren, aber ab und zu muss ich halt doch mal arbeiten)

Nebst diesem Wirr-Warr in meinem Kopf (übertriebener Weise kann man es auch mit "Existenzängsten" umschreiben) habe ich aber doch noch einen kleinen Umschwung in meinem Leben gemacht. Wer will kann es als "den neuen Lebensabschnitt" beschreiben. Meine erste eigene Wohnung und die macht doch ganz schön viel Arbeit. So langsam leb ich mich da auch ein. Aber eben nur langsam, weil mir dann wieder kurzzeitig bewusst ist, dass ich trotz der oben beschriebenen Richtung, etwas vermisse.
Und damit ende ich und geh mal wieder arbeiten ...

Donnerstag, 8. April 2010

Erinnerungen an ...

 

Kettcar? Kettcar! Kettcar sind einfach ... Sie geben Hoffnung und trösten, wenn man mal Nachts wieder aus einem Traum tränenüberströmt aufwacht. Kettcar sprechen das aus, was man manchmal schwer in Worte fassen kann. Kettcar machen mit ihrer Musik und Texten nachdenklich, glücklich, traurig, euphorisch, liebend, hassend und das alles in einem. Sie treffen genau ins Gefühlszentrum.
Kettcar haben das für mich in Worte gefasst, was ich zu schüchtern, zu feige, zu verletzt und sogar zu stolz war auszusprechen ... 

Gerannt um zu sehen wo du bist. Gerannt um zu fühlen wie es ist: hier bei dir. Meine Welt aufgehoben. Und ich kann die Welt in drei Worten erklären. Wenn ich denn müsste ...
Dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn einem klar wird wer da vor einem steht. Wenn man auf Wolken schwebt und die Endorphine im Cocktailgläschen Rampa- Zampa tanzen. Wenn man weiß das es richtig ist was man tut. Sich aber nicht traut es auszusprechen, weil man Angst hat das der Andere nicht genauso fühlt. Ich bin gerannt. Sehr lange sogar und du warst mein Stoppschild.

Du betratest den Raum und wir wussten Bescheid. Ich und mein Stolz wussten: gleich ist es vorbei
Dieses beklemmende Gefühl, wenn man weiß das irgendwas nicht stimmt. Man aber zu stolz oder zu feige ist es anzusprechen, weil man weiß was kommt. Ich wusste damals das der Tag da ist. Wusste das es genau dieser Tag werden wird.

"Es liegt an mir, echt nur an mir" "Es liegt wirklich nicht an dir" All die dummen kleinen Sätze die nur helfen wollen. Sie helfen immer nur, immer nur dem der sie sagt und helfen niemals dem der sie hört. Ungefragt.
Anfangs haben die Worte geholfen. Sie haben mich getröstet, sie haben mir Kraft gegeben. Später verloren sie tränenreich an Bedeutung, als es nur noch gesagte Worte waren und keine gezeigten mehr. Diese bescheuerte Hilflosigkeit, weil man sich daran festgehalten hat, da sie mal getröstet hatten. Und man einfach nicht die geborgene Wärme, die die Worte ausgestrahlt hatten verlieren wollte. Weil man schon so viel verloren hatte.

Dann die große böse Schwester der Hoffnung. Ihre Waffe das Schwert. Ihr Name Enttäuschung.
Die Hoffnung, dass aus Liebe von der einen Seite, Freundschaft von beiden Seiten wird. Die bittere Enttäuschung als man einsehen muss, dass es nicht so ist. Das man nur noch alleine mit diesem Wunsch da steht. Ja vielleicht sogar schon längst "ersetzt" wurde. Einer Enttäuschung folgen weitere. Bis irgendwann alles leise war, weil der andere gegangen ist.

Wollte ich leben und sterben, wie ein Toastbrot im Regen? Wie ein betrunkener Hund im Zorn ohne Grund? Die Erinnerungssplitter leigen herum, ich tret rein.
Die Erinnerungen fluten immer einem ungewollt ins Gedächtnis, wenn man irgendwo steht und ist, wo man zuvor gemeinsam war. Man fängt an sich neue Orte zu suchen, die nicht Erinnerungsbehaftet sind. Aber egal was man tut, ungewollt trit man immer wieder in Erinnerungssplitter, weil sie so gut wie überall verstreut herumliegen. Aber ich weiß, dass meine Erinnerungssplitter immer herum liegen werden. Die Kanten werden sich nur mit der Zeit abrunden und werden nicht mehr so weh tun.

Aufstehen, atmen, anziehen und hingehen. Zurückkommen, essen und einsehen zum Schluss: Das man weiter machen muss.
Irgendwie kommt der Punkt, wo man wirklich einsieht das man weiter machen muss. Das die Wunde die hinterlassen wurde, verwachsen muss. Sie muss ein unbeabsichtigter, aber akzeptierter Teil von einem werden. Ich habe viel aus der Begegnung und der Zeit danach gelernt. Viel über mich. Vieles was ich so nicht mehr machen werde. Fehler kann man nicht vermeiden, aber man kann versuchen sie nicht noch einmal zu machen.
Ich habe einem Menschen die Macht gegeben, egal wann wie und wo, ob in negativen oder positiven Sinne, mein Herz zu berühren. Auch heute noch. Und ich weiß das ich es wieder machen würde. Irgendwann ...

Donnerstag, 18. März 2010

Herzsache


"Du kleines Licht, du Fata Morgana, du Gesicht, das eine sonderbare Macht über mich hat, auf diesem Planeten, auf dem es hunderttausend andere gibt, bessere, schönere, klügere, gütigere, treuere, verständigere - du Zufall, in mein Leben gefallen, du angeschwemmtes, gedankenloses, besitzergreifendes Gefühl, unter meine Haut gekrochen im Schlaf. Hier stehe ich und glaubte, nie wieder einmal so zu stehen; hier stehe ich, elend und mit den Krallen der Eifersucht im Magen, dich verlangend, dich verachtend, dich bewundernd, dich anbetend, weil du den Blitz geworfen hast, der gezündet hat."
[Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe]

Donnerstag, 18. Februar 2010

Aufgeschnappt #2

hope
not
to
see
you
with anyone else ...
Garda - This City is Ours ist eine Wucht! Schöner Indie aus Dresden und einer der ersten unbekannteren Bands, die ich frühzeitlich wahr genommen habe ... Träumen, lachen, weinen ... Ich liebe sie und hoffe sie doch irgendwann noch zu Gesicht zu bekommen.


Und die zweite Band ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Talking to Turtles - Beam me up Scotty Leider hab ich Depp gestern aus persönlichen Gründen auf das Konzert verzichtet. Aber auch da geb ich die Hoffnung nicht auf, dass sie den Weg nochmal her finden ... Ich bedanke mich bei Florian Sievers für diese Bereicherung meines musikalischen Horizontes ...

Mittwoch, 10. Februar 2010

Aufgeschnappt #1

Lange habe ich überlegt, wie ich die Massen an Musik, die mir fast täglich ins Ohr und ins Herz gehen, am besten präsentiere. Ich glaube ich habe die zündende Idee gehabt. Ich werd jetzt hier aber nicht jeden Tag irgendein Lied posten. Ich glaube das wäre zu viel. Aber einfach Lieder die ich höre und die mir in dem Moment einfach so tief ins Herz gehen, dass ich permanent auf die Wiedergabe-Taste drücken muss! Music was my first love and it will be my last ...
Den Anfang macht ein schönes Lied von Chapeau Claque "3 x Schnee". Berührt es mich so sehr, weil die Frau einfach das in Worte fast, was ich seit Monaten versuche in meinem Kopf zu ordnen? Aber hört selbst ...

Donnerstag, 4. Februar 2010

Scherzkekse

Sowas bekommt man, wenn man mal erwähnt das es einem nicht wirklich gut geht ... Die waren dann auch fix alle und wo bekomm ich da jetzt Neue her? Muss ich jetzt auf Glücksbärchi-Jagd gehen??


Montag, 1. Februar 2010

Vorfreude auf den Sommer

Wollte ich nicht eigentlich regelmäßig etwas schreiben? Hm, an sich schon. In letzter Zeit bin ich eher wohl dann doch nicht dazu gekommen. Ich war zu sehr mit mir und meinen Gedanken beschäftigt. An sich wären die ja auch schon mal einen Blog wert, aber nur weil es so viele sind. Aber die Gedanken sind in keinster Weise erfreulich. Momentan versuch ich die Scherben aufzusammeln, ohne mich weiter daran zu schneiden. Ich hoffe das ich irgendwann wieder dahin zurückkomme, wo ich vorher war. Ich geb mir noch etwas Zeit. Ich brauch die Zeit!

Zudem hab ich viel gelesen und Musik gehört (ganz viele tolle neue Musik hab ich gefunden, vielleicht schreib ich auch mal darüber) und war viel draussen, um mich irgendwie von diesen unfeierlichen Gedanken abzulenken. Dabei ist mir doch erfreulicher Weise aufgefallen, dass die Sonne sich jetzt endlich mal wieder häufiger blicken lässt. Ich bemängel hier jetzt nicht das Wetter, weil zum spazieren gehen ist es mir eigentlich egal. Aber ich will endlich das es warm wird. Ich will wieder raus und jonglieren. Ich hab ja ein tolles Weihnachtsgeschenk bekommen und ich will es endlich ausprobieren und lernen:
 

Mit Keulen jonglieren zu lernen, ist eine neue Herrausforderung und ich freu mich immer noch, dass ich sie bekommen habe.
Weitere Pläne für den Sommer sind unter anderem ein Besuch in Bautzen und wahrscheinlich ein Wochenende in Berlin. Ich wollte ja eigentlich eine Hüttentour durch die Alpen machen, aber mangels Kondition von meiner Seite und finanziellen "Schwierigkeiten" meines geplanten Mitwanderers waren die (fertigen) Pläne in der Schreibtischschublade wieder verschwunden. Zudem stehen wahrscheinlich dann doch 2 Umzüge an. Bin ich eigentlich verrückt, wenn ich die Wohnung schon in Gedanken eingerichtet habe, die ich noch garnicht habe und erst recht nicht weiß wie ich sie komplett finanzieren soll?! 
Ach ja und ich wurde ja auf die nette Idee des KUBB spielens aufmerksam gemacht. Ich hab es schon häufig gesehen und ich will es auch spielen können! Dann gibt es noch einige Konzerte, deren Daten ich mir schon mal fett im Kalender angestrichen habe und endlich wieder picknicken und wandern ... und noch viel mehr und mehr und mehr ...
Aber zu aller erst muss ich die Scherben beseitigen, muss mich wieder selber finden. Sonst ist alle noch so tolle Planung und Vorfreude auf den Sommer vergeudete Energie ...

Montag, 25. Januar 2010

Entscheidung

"Und wenn Du kurz davor bist,
kurz vor dem Fall,
und wenn Du denkst,
"Fuck it all!"
Und wenn Du nicht weißt,
wie soll es weitergehen:
Kapitulation!"
[Tocotronic - Kapitulation]
Ich habe heute für mich eine Entscheidung getroffen. Eine in meinen Augen schwerwiegende Entscheidung. Aber ich glaube das es das einzig Richtige ist, was ich momentan tun kann. Kapitulieren! Ein Wort welches ich nicht gern benutze, da es gegen meine Natur spricht. Ich bin eine der größten Kämpferinnen und gebe nicht so einfach auf. Ich habe aber gemerkt, dass es für mich an der Zeit ist aufzugeben, es einfach geschehen zu lassen. Ich hatte befürchtet das es so kommen wird. Hab immer dagegen gehalten, hab gehofft das es doch anders wird. Aber ich wurde mal wieder eines Anderen belehrt ...

Ich muss mit der Entscheidung und all ihren nachfolgenden Konsequenzen leben und sie überleben. Darf nicht mehr verlangen, darf nicht mehr erwarten ... Wie es weiter geht und wohin es führt, wird nur die Zeit zeigen.

Sonntag, 24. Januar 2010

Freundschaft

Was ist Freundschaft eigentlich? Ich habe ziemlich lange darüber nachgedacht und habe nach Jahren des Nachdenkens und Enttäuscht werdens meine Definition was Freundschaft ist und ausmacht gefunden. Ich glaube es zumindest. Aber ich denke, für jeden ist Freundschaft etwas anderes. Jeder definiert es für sich und seine Situation. Ich bin glaube eine der wenigen Menschen die zwischen Freunden, Kumples und Bekannten ziemlich harte Grenzen zieht. Aber in einem Punkt sind wir uns einig, jeder hat irgendwie Menschen in seinem Leben schon getroffen, die einen so stark geprägt haben, dass man auf sie ungern verzichten möchte. Und jeder wird festgestellt haben, dass viele Menschen gekommen sind und auch wieder gegangen sind, ohne etwas von sich bei uns zu lassen.

Solche Menschen die mich geprägt haben und das aus mir gemacht haben, was ich heute bin (Beschwerden bitte an sie) sind mir begegnet und 2 sind mir davon wichtig und eine kleine Erwähnung wert.
Nummer 1 ist vor nun gut mehr als 5 Jahren in mein Leben gestolpert. Diese kleine quirrlige rothaarige Person, die immer ein Lachen auf dem Gesicht hat, die kein Wässerchen trüben kann, ist meine beste Freundin. Sie ging mit mir schon durch so manches Tief, wenn ich mal wieder heulend auf dem Bett saß, weil ich die Welt und Handlung von Personen nicht verstanden habe. Sie hat mir unseren imaginären Hammer über den Schädel gezogen, wenn ich mir unsicher bei Männern war. Mit ihr hab ich so manch lustigen Abend tanzend und lachend in diversen Bars in unserer Stadt erlebt. Bei ihr in der Wohnung haben wir komisch aussehendes, aber trotzdem verdammt leckeres, Essen gekocht und über Gott und die Welt geredet und häufiger noch abgelästert (ach nein, Feststellungen gemacht) Ja, schön war´s. Mittlerweile steht ein Mann an ihrer Seite und sie hat verständlicher Weise nicht mehr soviel Zeit für mich, aber da bin ich ziemlich entspannt geworden.
Nummer 2 hat mich dagegen in einer ganz anderen Weise geprägt. Er hat das aus mir gemacht was ich heute bin. Seit einem Jahr verging kaum ein Tag an dem wir nicht miteinander geredet haben. An dem ich ihm nicht den Bildschirm vollgeheult habe, weil mich mal wieder ein Mensch enttäuscht hat oder (vor allem in der letzten Zeit) ich mit den Auswirkungen eines geplatzen Traums zu kämpfen habe. Viele Abende haben wir uns vorm Rechner um die Ohren gehauen und dabei über Politik, Musik, Filme und das Leben diskutiert und gestritten. Mit seiner einfühlsamen Art und Weise hat er mir immer die Handlungen von Menschen erklärt, warum sie Dinge tun oder warum sie einige nicht tun. Wir haben uns gemeinsam über beiderseitige Glücksmomente gefreut und auch gemeinsam über ähnlich klingende Erlebnisse geweint.

"Ich habe mich mit Gott geprügelt. Ich habe Dämonen gesagt was mir nicht passt. Es ist ein gutes Gefühl zu sagen wir kennen uns noch in 10 Jahren! Wir erinnern uns an alles, an jede Geste jedes Wort. Und ich steh hier um dir zu sagen, es gibt nichts das man vermisst. Ich fragte nie nach Erlaubnis, ich fragte mich nur wo du bist."
[Tomte - Was den Himmel erhellt]

Samstag, 23. Januar 2010

Mein erster ...

Blog überhaupt! Warum ich jetzt auch? Keine Ahnung. Langeweile, überhöhtes Mitteilungsbedürfnis, was ich mit Freunden nicht mehr teilen kann. Vielleicht will ich auch nur verstehen, „was die Welt im innersten zusammenhält“ und vielleicht, wenn ich den ein oder anderen Beitrag (mit wahrscheinlich zumeist verschwenderischen Gedanken) schreibe, dass die dann jemand liest und mir die Welt erklärt.
Hm... ich glaube es ist von allem etwas. Wenn ich so gerade darüber nachdenke, ist es vorrangig Ablenkung. Ablenkung von Uni (grausige Klausuren -.-), Ablenkung was in der letzten Zeit so abrupt mit mir passiert ist (einmal die Beine ordentlich weggerissen zu bekommen, prägt einen ziemlich stark), Ablenkung vor der Zukunft und Ablenkung vor mir selbst (ja, ich bin mir schon selbst anstrengend genug ^^)
Na ich bin jedenfalls mal gespannt, wo mich das hier alles hinführen wird und vorallem wie lange. Wahrscheinlich werde ich häufig vorm Rechner sitzen und mir denken „Nein, dass ist zu intim“ oder „Uff... wirklich? Ist doch öde“...
Der Name des Blogs "Mein Leben und Ich" hat übrigens nichts mit der gleichnamigen Fernsehserie zu tun. Zudem denke und weiß ich auch, dass mein Leben wohl nicht so turbulent ist, wie jenes von Wolke Hegenbarth ...
Also denn: auf einen neuen Blog unter den 20 Mrd. Anderen!