Donnerstag, 8. April 2010

Erinnerungen an ...

 

Kettcar? Kettcar! Kettcar sind einfach ... Sie geben Hoffnung und trösten, wenn man mal Nachts wieder aus einem Traum tränenüberströmt aufwacht. Kettcar sprechen das aus, was man manchmal schwer in Worte fassen kann. Kettcar machen mit ihrer Musik und Texten nachdenklich, glücklich, traurig, euphorisch, liebend, hassend und das alles in einem. Sie treffen genau ins Gefühlszentrum.
Kettcar haben das für mich in Worte gefasst, was ich zu schüchtern, zu feige, zu verletzt und sogar zu stolz war auszusprechen ... 

Gerannt um zu sehen wo du bist. Gerannt um zu fühlen wie es ist: hier bei dir. Meine Welt aufgehoben. Und ich kann die Welt in drei Worten erklären. Wenn ich denn müsste ...
Dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn einem klar wird wer da vor einem steht. Wenn man auf Wolken schwebt und die Endorphine im Cocktailgläschen Rampa- Zampa tanzen. Wenn man weiß das es richtig ist was man tut. Sich aber nicht traut es auszusprechen, weil man Angst hat das der Andere nicht genauso fühlt. Ich bin gerannt. Sehr lange sogar und du warst mein Stoppschild.

Du betratest den Raum und wir wussten Bescheid. Ich und mein Stolz wussten: gleich ist es vorbei
Dieses beklemmende Gefühl, wenn man weiß das irgendwas nicht stimmt. Man aber zu stolz oder zu feige ist es anzusprechen, weil man weiß was kommt. Ich wusste damals das der Tag da ist. Wusste das es genau dieser Tag werden wird.

"Es liegt an mir, echt nur an mir" "Es liegt wirklich nicht an dir" All die dummen kleinen Sätze die nur helfen wollen. Sie helfen immer nur, immer nur dem der sie sagt und helfen niemals dem der sie hört. Ungefragt.
Anfangs haben die Worte geholfen. Sie haben mich getröstet, sie haben mir Kraft gegeben. Später verloren sie tränenreich an Bedeutung, als es nur noch gesagte Worte waren und keine gezeigten mehr. Diese bescheuerte Hilflosigkeit, weil man sich daran festgehalten hat, da sie mal getröstet hatten. Und man einfach nicht die geborgene Wärme, die die Worte ausgestrahlt hatten verlieren wollte. Weil man schon so viel verloren hatte.

Dann die große böse Schwester der Hoffnung. Ihre Waffe das Schwert. Ihr Name Enttäuschung.
Die Hoffnung, dass aus Liebe von der einen Seite, Freundschaft von beiden Seiten wird. Die bittere Enttäuschung als man einsehen muss, dass es nicht so ist. Das man nur noch alleine mit diesem Wunsch da steht. Ja vielleicht sogar schon längst "ersetzt" wurde. Einer Enttäuschung folgen weitere. Bis irgendwann alles leise war, weil der andere gegangen ist.

Wollte ich leben und sterben, wie ein Toastbrot im Regen? Wie ein betrunkener Hund im Zorn ohne Grund? Die Erinnerungssplitter leigen herum, ich tret rein.
Die Erinnerungen fluten immer einem ungewollt ins Gedächtnis, wenn man irgendwo steht und ist, wo man zuvor gemeinsam war. Man fängt an sich neue Orte zu suchen, die nicht Erinnerungsbehaftet sind. Aber egal was man tut, ungewollt trit man immer wieder in Erinnerungssplitter, weil sie so gut wie überall verstreut herumliegen. Aber ich weiß, dass meine Erinnerungssplitter immer herum liegen werden. Die Kanten werden sich nur mit der Zeit abrunden und werden nicht mehr so weh tun.

Aufstehen, atmen, anziehen und hingehen. Zurückkommen, essen und einsehen zum Schluss: Das man weiter machen muss.
Irgendwie kommt der Punkt, wo man wirklich einsieht das man weiter machen muss. Das die Wunde die hinterlassen wurde, verwachsen muss. Sie muss ein unbeabsichtigter, aber akzeptierter Teil von einem werden. Ich habe viel aus der Begegnung und der Zeit danach gelernt. Viel über mich. Vieles was ich so nicht mehr machen werde. Fehler kann man nicht vermeiden, aber man kann versuchen sie nicht noch einmal zu machen.
Ich habe einem Menschen die Macht gegeben, egal wann wie und wo, ob in negativen oder positiven Sinne, mein Herz zu berühren. Auch heute noch. Und ich weiß das ich es wieder machen würde. Irgendwann ...

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